Studilog Sabrina // Mit Familie durchs Psychologiestudium (5)

#Studilog Montag ist Studilog-Tag! Sabrina regt sich auf: über Foren-Mütter und Stereotypen! Achtung: Erziehungscontent!


Rituale und anderer Quatsch…

Heute muss ich unbedingt mal meine Reaktion auf einige Forenbeiträge los werden. Wie viele andere Mütter komme ich nicht drum herum mich hin und wieder in Babyforen zu tummeln und auch hin und wieder einen Kommentar dort zu lassen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen/lesen, wie es bei anderen so läuft, gerade auch jetzt mit einem Baby zuhause und einem Kind in der Trotzphase (Achtung, hier wurde ich gleich belehrt, es gibt die Trotzphase nicht, diese heißt Autonomiephase.Völlig egal, oder? Tatsache ist doch, ein Zweijähriger ist megatrotzig.Punkt.).

Natürlich habe ich meine Meinung, die sich natürlich aber auch ändern kann und ich denke immer “Leben und leben lassen”. Muss ich unbedingt öffentlich andere Lebensmodelle anprangern oder Erziehungskonzepte/Ansichten etc kritisieren? NÖ! Jeder soll es so machen, dass es für die Familie gut ist. Und jeder weiß doch sicher auch, dass sich vieles dann doch ändert oder anders läuft als gedacht.
Zurück zum Forum: Dort lese ich eines Tages, wie wichtig doch Rituale sind und wie furchtbar es ist, dass viele sozial schwache Eltern nicht mit ihren Kindern raus gehen. Als Antwort dann u.a., dass eine Lehrerin aber v.a. auch Akademikereltern sieht, die ihre Kinder emotional vernachlässigen etc.
Leute,echt jetzt??? Muss man so einen Schrott in nem Forum platt treten? So pauschal und stereotyp?

Ich musste mich echt schwer zusammen reißen, um nichts zu schreiben. Ja, natürlich gibt es Kinder, die vernachlässigt werden, vorm Fernseher geparkt, alleine spielen müssen oder – ohgott- Süßes essen dürfen. Aber es gibt ja auch die überbehüteten und ohne TV und Süßes lebenden Kinder. Wer ist denn jetzt arm dran? Kann man das wirklich so einfach beantworten? Ich denke nicht!
Ich erinnere mich gut an meine Kindheit und als zweifache Mama denke ich heute oft, “Mensch meine damals allein erziehende 3fach Mama hat echt viel “falsch” gemacht, aber eben auch einiges richtig”… Genauso wie ich heute. Wir haben tolle Rituale, machen tolle Ausflüge, kuscheln und lesen viel und trotzdem darf mein Großer Süßes futtern und auch TV gucken und an manchen Tagen schimpfe und motze ich leider nur mit ihm rum, weil wir beide dauernd aneinander geraten. Was ist denn jetzt für das Kind wichtig? Nur “Gutes” zu erleben? Oder eben auch mal die “daily hassles” zu sehen? Zu sehen, dass Mama eben auch mal was falsch macht? Und brauchen Kinder wirklich immer nur feste Zeiten, Rituale und Kuscheln? Meine Antwort wisst ihr sicher 😉
Rituale und anderer Quatsch…

 


 

Mehr von Sabrina gibt es hier: Teil 4

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