Studilog: Jennifer // Eine Studentin mit dem Herzensthema Inklusion (3)

#Studilog Die Woche beginnt wieder mit einem Studilog. Diesmal berichtet Jennifer, wie es ihr in den vergangenen Monaten ergangen ist. Zwischen Praktikum und ihrem Sohn war kaum noch Zeit für andere Dinge.


 

Mein letzter Bericht ist eine Weile her. Da er offiziell eigentlich im Januar erschien. Wir haben nun Mitte April. Zumindest ist das der Zeitpunkt an dem ich diesen Artikel schreibe. Ich habe wieder viel zu tun gehabt und selbst mein eigener Blog hat gelitten.
Nachdem ich meine Unistunden reduziert habe wurde es leider nicht besser. Zum Lernen kam ich immer noch nicht wirklich, da sich plötzlich zig Kontrolluntersuchungen bei meinem Sohn ankündigten und auch die Ämter wieder ihre Anträge wollten. So bin ich so ziemlich unvorbereitet, für meine Verhältnisse, in die Prüfung, da ich sie nicht mehr abmelden konnte. Hinzu kam das die Prüfung fragen beinhaltete, wo ich dachte okay, sowas lerne ich doch nicht. Ja wir hatten Poster Präsentationen, aber wer rechnet denn bitte mit einer Frage wie: Welches Poster gewann die erste Präsentation? Ich zumindest nicht und so schaffte ich mit einer 4,0 mit Ach und Krach die Gender Prüfung. Und ja es ärgert mich sehr. Denn ich habe das Thema echt gemocht, aber anscheinend ist so ein schriftlicher Prüfungskram nicht so ganz meins.
Anders lief es da im Praktikum. Ich war pünktlich. Ich war zuverlässig. Ich war gut integriert. Ich hatte wirklich Spaß und habe mich über meine Einsatzzeiten gefreut und vor allem auch darüber, dass ich auch mal allein mich um die Klienten kümmern durfte. Ich kam in gute Gespräche, habe sie unter Kontrolle halten können und war anscheinend echt gut ins Team integriert. Aber nicht nur im Team, sondern auch bei den Klienten, denn oft kamen sie auch mal zu mir und unterhielten sich mit mir. Erzählten von ihrer Vergangenheit und freuten sich, dass ihnen einfach jemand zuhört. Manchmal traf ich auch den ein oder andren durch Zufall im Bus und Zack erfuhr ich wieder ein wenig. Ja es war nicht nur ein Job, sondern ich tat es so unheimlich gerne.
Darum war ich irgendwie auch sehr traurig als ich am 8. April meinen letzten Tag hatte, denn 6 Monate an einem Ort zu arbeiten hinterlassen Spuren. Gerade wenn man mit Menschen arbeitet. Ich hätte von der Theorie her länger bleiben können, aber ich hätte diese 3-fach Belastung nicht länger gepackt. Besonders da wir am 19. April schon wieder 4 Tage im Krankenhaus verbringen.
So aber hatte ich einen schönen Abschied, denn mein Chef war so begeistert von meiner Arbeit, dass er andeutete das ich mich nach dem Studium gerne melden kann und schenkte mir eine DVD und einen Gutschein für mein Lieblings Café. Mein Team verabschiedete sich auch mit netten Worten vor den Klienten und in der Teambesprechung dann mit Blumen, Pralinen und einem Buch von mir, während wir gemeinsam von mir gebackenen Kuchen aßen. Es tat einfach unheimlich gut so verabschiedet zu werden und während ich bei den Klienten nicht viel reden konnte, weil ich sonst losgeweint hätte, habe ich im Team einfach nur noch Dankbarkeit und Freude verspürt und habe meinen Praktikumsplatz mit einem guten Gefühl verlassen.
Nun steht in der Theorie noch eine Hausarbeit an, aber ich werde am Donnerstag meine Dozentin bitten mich von der Liste zu nehmen, denn ich muss Luft holen. Ich brauche eine Verschnaufpause, damit ich im Sommer, mit vollem Elan, alle Arbeiten abliefern kann, die anstehen. Zwischendrin werde ich mich dann auch wieder hier melden und euch auf dem Laufenden halten.

 


Mehr von Jennifer: Teil 2

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